Im Gespräch mit Thomas Brezina über die Kunst glücklich zu sein und die Magie des positiven Denkens
im Interview mit Stefanie Helm
Lieber Herr Brezina, wenn man Sie auf den Social Media Kanälen verfolgt, dann erlebt man Sie als sehr neugierigen Menschen. Man hat das Gefühl, dass Sie immer positiv und gut gelaunt sind. Woher kommt das?
Ich poste Freudiges, um Mut zu machen und zu zeigen, wie viel Interessantes und Gutes es im Leben gibt. Und ich bin ein Mensch mit allen Höhen und Tiefen. Aber wozu soll ich Menschen, die meine Postings ansehen, mit meinen Sorgen belasten? Wenn ich eine Lösung gefunden habe oder über die Er ahrung erzählen will und kann, dann tu ich es. Aber ich erzähle oft, wie es bei mir rauf und runter geht.
Warum tun sich aus Ihrer Sicht Menschen in der heutigen Zeit schwer, glücklich zu sein?
Weil Glück überbewertet ist. Es wird vermittelt: du MUSST glücklich sein, sonst machst du was falsch. Das ist Unsinnn, finde ich. Das Leben ist ein Mosaik aus vielen Steinen und es gilt Steine zu suchen und sie so zusammenzusetzen, dass ich das Bild mag, dass ich damit gut leben kann. Da gehören Enttäuschungen, Schicksalsschläge, Traurigkeit etc. dazu. Es gilt ein ERFÜLLTES Leben zu gestalten.
Ganz Österreich und auch viele Menschen über die Grenzen hinaus kennen Ihre Bücher und die Geschichten der Knickerbockerbande und Co. Sie haben über 600 Bücher geschrieben. Wie erschaffen Sie so viel Kreativität?
Der Schaffensdrang steckt in mir. Ich bringe die Disziplin auf, lange Stunden durchzuhalten, um die Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Das ist ziemlich anstrengend. Außerdem bin ich immer neugierig,will Neues entdecken und lernen, höre genau zu.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Gesundheit, Ideen, spannende Herausforderungen, dass ich Menschen begeistern kann und immer neue Wege dafür finde.
Ist es aus Ihrer Sicht in der aktuellen Zeit noch angebracht und erlaubt, glücklich zu sein?
Natürlich! Die Zeit ist wie sie ist. Sie wird nicht besser, wenn wir alle den Kopf hängen lassen. Ganz im Gegenteil: Wir müssen Lichtpunkte sein und zusammen ein Leuchtfeuer schaffen.
keep smiling
Sie haben durch Ihre Bücher viel mit Kindern zu tun. Neue Formen in der Schule sprechen von mehr Beglei- tung, mehr „Stärken zu stärken“. Was denken Sie, fehlt in den Schulen von heute noch?
Stärken zu stärken ist einmal sehr wichtig. Ich halte das Lernen und Trainieren vom Umgang mit sich und anderen für wichtig und den Umgang mit KI zum Beispiel. Statt zu verteufeln, zu lernen, was KI kann, was sie nicht kann, was gefährlich ist etc.
Haben Sie vielleicht noch einen letzten Tipp für den Freudekick?
Jeden Tag am Abend überlegen, wofür man dankbar sein kann. Es gibt selbst an den „schlechtesten“ Tagen etwas. Drei Dinge finden und aus ganzem Herzen DANKE sagen. Das rückt das Bild zurecht und zu etwas Besserem.
Das Leben soll ein Abenteuer sein – ganz egal, was rundherum passiert. Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass man das Rund herum, die eigene Umgebung, den eigenen Freundeskreis und das eigene Leben mit Freude erfüllt. Wir können nach außen strahlen und damit viel bewirken!
Thomas Brezina
Thomas Brezina
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