Raus aus der Durchschnittlichkeit: lebe dein Leben
by Andre Ellinghaus
Für mich gab es diesen einen Moment, in dem ich innegehalten habe und mich gefragt habe: War es das schon? Und welche Bedeutung hat durchschnittlichkeit? Möchte ich in allem bester und konditionierter Durchschnitt sein oder meine starken Stärken leben und daraus meine Energie im Hier und Jetzt ziehen? Es war aus einer Situation heraus, wo ich entweder so weiter mache wie immer oder mutig anfange, alles zu Hinterfragen.
Vielleicht läuft dein Leben nach außen betrachtet sogar ziemlich gut. Du hast einen sicheren Arbeitsplatz, Verantwortung übernommen, eine Ausbildung gemacht, dir Wissen aufgebaut und Dinge erreicht, auf die du stolz sein kannst. Von außen betrachtet: „Du bist erfolgreich.“
Wenn es sich innerlich leer und taub anfühlt
Und trotzdem fühlst du dich müde. Leer. Getrieben. Du denkst in Wochentagen und wartest auf das nächste Wochenende. Auf den nächsten Urlaub. Auf den Zeitpunkt, an dem es endlich ruhiger wird. Wenn die Kinder größer sind, das Haus abbezahlt ist. Oder wenn das Projekt abgeschlossen ist, du weniger arbeiten musst. Aber wann genau beginnt eigentlich unser Leben?
Viele Menschen sind von klein auf konditioniert. Durch die Erziehung, die Schule, die Ausbildung, die Arbeit und das Umfeld. Wir lernen, was “man” tut. Was sich gehört, was vernünftig ist, Sicherheit verspricht. Wir lernen, wie wir uns in der Schule zu verhalten haben, Erwartungen erfüllen, pünktlich zu sein und zu funktionieren.
Das ist nicht grundsätzlich schlecht. Diese Prägungen geben uns auch Orientierung. Oft helfen sie uns, Fähigkeiten zu entwickeln und unseren Platz in der Welt zu finden. Manche Menschen beherrschen ihr Fach wirklich besser als andere. Sie gehören zu den Besten in ihrem Bereich. Sie sind zuverlässig, kompetent und erfolgreich. Wir übersehen im Laufe der Zeit, das nicht alle Fähigkeiten auch Interessen und Begeisterung sind. Der eine oder andere Erfolg verschafft uns Sicherheit in den sogenannten Komfortzone. Doch Erfolg allein bedeutet noch lange nicht, dass wir unser Leben leben und uns alles Energie gibt.
Wann hast du dich selbst als Priorität gesehen?
Vielleicht nutzt du deine Fähigkeiten jeden Tag, aber nicht deine eigentlichen Stärken. Möglicherweise erfüllst du deine Aufgaben, aber nicht deine Träume. Oder du bist für alle anderen da und hast dabei vergessen, dich selbst zu fragen, was dich wirklich lebendig macht. Wann warst du das letzte Mal deine Priorität?
Irgendwann entsteht dieses Gefühl, nur noch abzuarbeiten. Hamsterrad. Verpflichtungen. Der Tag beginnt, die Termine werden erledigt, die Verpflichtungen erfüllt. Abends fehlt die Energie. Am Wochenende wird versucht, das nachzuholen, was unter der Woche keinen Platz hatte. Und am Montag beginnt alles wieder von vorn. Sonntags Nachmittags beim Gedanken am Montag entsteht schon der nächste innerliche Stress.
Jeder von uns hat genau eine Lebenszeit Geschenkt bekommen
Nicht zwei. Nicht drei. Eine. 972 Monate, 81 Jahre, haben wir im Durchschnitt, mehr gibt diese Rechnung nicht her. Davon
verbringen wir ungefähr ein Drittel im Schlaf. Weitere 90 Monate verschwinden in Dingen, die organisiert und Alltag sind: Badezimmer, Essen, Haushalt, Einkäufe, Pendeln, Termine und all die kleinen Aufgaben, die zum Leben dazugehören. Fast ein Drittel gehört der Schule, Ausbildung und Arbeit. Das alles ist notwendig. Aber es ist nicht das ganze Leben, auch wenn wir es manchmal Freizeit und Leben nennen.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht: Wie viel Zeit habe ich?
Die entscheidende Frage lautet: Wie nutze ich dieses eine Leben? Welche Geschichte möchtest du am Ende deines Lebens erzählen? Eine Geschichte, in der du meistens gewartet hast? In der du oft „Hätte ich mal …“ gedacht hast? „Hätte ich mich früher
getraut.“ oder „Hätte ich weniger auf die Meinung anderer gegeben.“ und „Hätte ich nicht immer nur funktioniert.“
Oder möchtest du zurückblicken und sagen können: Ich war nicht immer mutig. Ich habe nicht jede Entscheidung richtig getroffen. Aber ich habe mich immer wieder für mein eigenes Leben entschieden.
Veränderung beginnt mit einem neuen Blick auf dich selbst
Nicht damit, dass du von heute auf morgen alles hinschmeißt. Und auch nicht damit, dass du dein gesamtes Leben umkrempelst, nur weil ein anderer Mensch scheinbar mutiger, erfolgreicher oder freier lebt.Veränderung beginnt dort, wo du ehrlich hinsiehst und fragst: Wer bin ich, wenn ich nicht nur die Erwartungen anderer erfülle? Was gibt mir Energie? Oder: Was habe ich vielleicht längst aufgegeben, obwohl es mir einmal wichtig war? Welches Leben würde ich wählen, wenn ich nicht ständig Angst hätte, zu scheitern oder jemanden zu enttäuschen? Welches Leben würde ich wählen wenn Geld und Zeit jetzt keine Rolle spielt? Was
wäre der erste und kleinste Schritt in diese Richtung?
Raus aus der Durchschnittlichkeit kommen
Das bedeutet, nicht länger ein Leben zu führen, das nur deshalb passend erscheint, weil es alle anderen auch so machen. Kein Leben zu führen, weil es eben so passiert ist.
Es bedeutet, wieder Verantwortung für die eigene Geschichte zu übernehmen. Einen kleinen Schritt zu gehen. Ein Gespräch zu führen. Eine Entscheidung nicht länger aufzuschieben. Zeit für das einzuplanen, was dir wirklich wichtig ist. Vielleicht auch den Mut zu haben, zu erkennen, dass dein bisheriger Weg nicht immer falsch war, aber auch nicht dein letzter Weg sein muss.
Das Leben wartet nicht auf den perfekten Zeitpunkt. Das Leben wartet auf Menschen die losgehen und legt ihnen dann den Weg unter die Füße. Schritt für Schritt.
Also frag dich nicht nur, was du noch erledigen musst. Frag dich ab jetzt auch, was du noch erleben möchtest. Wen du noch lieben, was du noch lernen und welchen Teil von dir du noch entdecken willst. Gestern war der beste Tag an dem dein Leben beginnt. Heute ist der zweitbeste Tag.
Weg von „Hätte ich mal …“ – Hin zur Veränderung: ICH HABE, denn das ist die Geschichte auf die Du am Ende deines Lebens zurückblicken darfst.
Mehr über Andre erfährst du hier: https://www.starte-jetzt-du.de/
Andre ist auch auf Instagram zu finden unter andre.ellinghaus.official